03. April 2025
Mobilität ist für Ebikon zentral. Die Gemeinde will ein effizientes Verkehrssystem bereitstellen und ihre Verkehrspolitik entsprechend den Bedürfnissen ihrer Bevölkerung gestalten. Zusammen mit der Städtekonferenz Mobilität (siehe Hinweis) sowie 16 weiteren Städten und Gemeinden beauftragte Ebikon das Forschungsinstitut gfs.bern mit der Durchführung einer Online-Befragung zur urbanen Mobilität.
Zentrale Themen der Studie sind der Besitz und die Nutzung von Verkehrsmitteln, die Zufriedenheit mit der Verkehrssituation, Fragen zur Verkehrsgestaltung, Shared Mobility und die Ausgaben für Verkehr. Insgesamt sieht sich die Gemeinde Ebikon in ihrer Verkehrspolitik bestätigt, denn die Bevölkerung ist grossmehrheitlich zufrieden.
Zwei Drittel der Äbiker sind zufrieden
63% der Befragten aus Ebikon sind mit der Verkehrssituation eher bis sehr zufrieden, wobei in der Studie werden das Verkehrsangebot und die Erreichbarkeit als Gründe für Zufriedenheit genannt. Für Kritik hingegen sorgen am häufigsten überlastete Verkehrsinfrastrukturen und Staus. Während der Stosszeiten sind 60% der Befragten aus Ebikon mehrheitlich unzufrieden mit der Verkehrssituation. «Die Umfrage bestätigt, dass unsere bisherigen Massnahmen in die richtige Richtung gehen. Gleichzeitig nehmen wir die Herausforderungen während der Stosszeiten ernst und setzen uns weiterhin für Verbesserungen ein», sagt Hans Peter Bienz, Gemeinderat Planung & Bau.
In Ebikon spielt der öffentliche Verkehr eine wichtige Rolle und wird von vielen genutzt. 38% der Befragten nennen die Abokosten als Hauptgrund für den Verzicht. Nur 11% geben an, dass sie auch ohne ÖV alle wichtigen Orte gut erreichen können. Auch der Fuss- und Veloverkehr hat einen hohen Stellenwert. 53% der Befragten sind in ihrer Freizeit regelmässig zu Fuss unterwegs. Das Velo wird von einigen als Alternative genutzt, wobei individuelle Mobilitätsvorlieben eine Rolle spielen.
Grünflächen haben Priorität
38% der Befragten aus Ebikon sind bereit, zusätzliche Mittel für mehr Grünflächen entlang der Strassen bereitzustellen. 36% wünschen sich Investitionen in Stadträume, die zum Verweilen einladen und die Aufenthaltsqualität verbessern. Gemeinderat Hans Peter Bienz dazu: «Mehr Grünflächen und attraktive Räume sind Hauptziele im laufenden Legislaturprogramm. Im Rahmen der Zentrumsgestaltung entlang der Kantonsstrasse erarbeiten wir derzeit ein Betriebs-, Nutzungs- und Gestaltungskonzept.»
Hinweis
Städtekonferenz Mobilität, eine Sektion des Schweizerischen Städteverbands
Die Städtekonferenz Mobilität (SKM) ist ein Zusammenschluss von 21 Schweizer Städten, die die «Charta für eine nachhaltige städtische Mobilität» als Grundlage für ihre verkehrspolitischen Ziele unterzeichnet haben. Die SKM arbeitet an zukunftsgerichteten Lösungen für den Stadtverkehr, fördert den Erfahrungsaustausch und bietet mit Studien und Fachveranstaltungen Grundlagenarbeiten und Wissensvermittlung.
Studie: Mobilität in Schweizer Städten
gfs.bern hat im Auftrag der Städtekonferenz Mobilität und 17 teilnehmenden Städten und städtischen Gemeinden die Studie «Mobilität in Schweizer Städten» erarbeitet. Zentrale Themen der Befragung sind Besitz und Nutzung von Verkehrsmitteln, Zufriedenheit mit der Verkehrssituation, verkehrspolitische Massnahmen, Shared Mobility und Ausgaben für Verkehr und Mobilität. Insgesamt wurden 15'372 Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren befragt. Teilgenommen haben die Kernstädte Basel, Bern, Freiburg, Luzern, Nyon, Schaffhausen, Sion, Winterthur, Zug und Zürich. In den städtespezifischen Auswertungen sind zudem Daten aus den Agglomerationsgemeinden Muri b. Bern, Köniz, Ebikon, Horw, Seuzach, Baar und Cham berücksichtigt. Wichtigstes Fazit der Studie: Die aktuelle Verkehrspolitik der Städte steht im Einklang mit den Bedürfnissen der Bevölkerung.
Link: Digitale Version des Gesamtbericht
Link: Gesamtbericht uns städtespezifische Berichte als PDF-Formate